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Start Presse Fyens Stiftstidende, 2005-10-25 (Ove Sprogøe Plads)


::Fyens Stiftstidende, 2005-10-25::
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Großbild
 
Großb.
(Vielen Dank an die Stadtverwaltung Odense, welche uns den Artikel zuschickte)


Deutsche Übersetzung von Guido (FranzJägerBerlin):

Ove Sprogøes Andenken hat seinen Platz

Enthüllung: Jernbanegade zwischen Vestergade und Gråbrødre Plads wurde gestern in Ove Sprogøes Platz verwandelt

von John Borgklide
Foto: Robert Wengler

ODENSE: Bis vor zwanzig Jahren fuhren Busse und Autos an „Franck-A“ in der Jernbanegade zwischen Gråbrødre Plads und Vestergade vorbei – vor zehn Jahren wurde die Strasse mit Platten belegt und es wurde auch draussen serviert. Gestern wurde die Strasse in den Ove Sprogøe Plads verwandelt. „Vater wäre stolz gewesen, sehr stolz, und es ist eine schöne Geste der Stadt Odense“, erzählte Henning Sprogøe nachdem sein Kollege Morten Grunwald das neue Strassenschild im Herzen der Stadt enthüllt hatte, in der die guten Freunde Ove Sprogøe und Morten Grunwald geboren und aufgewachsen sind. Henning Sprogøe war gemeinsam mit seinen zwei Brüdern Sven und Jørgen, die keine Schauspieler sind, und dem Rest der Familie eingeladen, bei der kleinen Sitzung dabei zu sein. Als das Jazzorchester Odensebande das legendäre Olsenbande Filmthema anstimmte, bekam Benny alias Morten Grunwald einen Kloss in den Hals und es sah aus, als ob er ausrufen könnte „Mächtig gewaltig, Egon“. Aber das tat er nicht.

Hätte diesen Ort geliebt
Nach der Einweihungsrede erzählte Morten Grunwald, dass „Ove diesen Ort hier geliebt hätte. Schön, dass man eine Strasse auf diese Art verwandelt hat. Das ist ein fantastisch pulsierender Ort – nicht zuletzt im Sommer. Und ein originaler und schöner Platz, Oves zu gedenken. Dafür gebührt der Kommune Odense grosser Dank.“ „Als ich erfuhr, das die Stadt Odense beschlossen hatte, das berühmte Stadtkind damit zu ehren, einen der schönen Plätze der Stadt Oves Namen zu geben, war ich stolz auf ihn und die Kollegen meines Fachs“, sagte Morten Grunwald bevor er bewegt seine Rede hielt – die er abschloss: „Und lasst mich hinzufügen, diese Stelle von nun an bis in alle Zukunft, soll den Namen ‚Ove Sprogøe Platz‘ tragen. Doch konnte ein Tropfen Wermut den Boden des Bechers trüben. „Der Text auf dem Schild sollte vor der Enthüllung berichtigt werden“, meinte Morten Grunwald. „Ove Sprogøes Plads“ stand dort sehr richtig auf dem einen Schild. “Benannt 2005 – Nach Schauspieler (1919-2004) – geboren in Odense“ stand unpräzise darunter. Ove Sprogøe wurde am 21. Dezember 1919 in der Østergade – fünf Minuten zu Fuss von dem Platz, der nun seinen Namen trägt, geboren. Sein Vater war Buchdrucker und der Traum von einer wichtigeren Arbeit, brachte ihn mit seiner ganzen Familie auf die Reise nach Kopenhagen. Da war Ove gerade zehn Jahre alt. Ove Sprogøe vergaß nie seine Wurzeln. Er besuchte oft seine Geburtsstadt und ging auf Entdeckung in die Strasse seiner Kindheit.

Bildunterschriften
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Morten Grunwald war sichtlich bewegt, als er den Namen des neuen Platzes der Geburtsstadt enthüllte.

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„Kannst du sehen, was auf dem Schild steht – die sollten normalen Sprachgebrauch verwenden“, sagt Morten Grunwald (rechts) zu seinem Kollegen Henning Sprogøe, Sohn von Ove Sprogøe – dahinter links der Eventmanager von Nordisk Film Lars Møller, der sich früher dafür einsetzte, Ove Sprogøe zum Ehrenbürger zu machen.

BLÅ BOG – Blaues Buch
MORTEN GRUNWALD

Morten Grunwald, geboren in Odense am 9. Dezember 1934. Sein Vater war Bilderschnitzer. Als theaterverrückter Teenager kam er in den Chor am Odense Teater und erhielt die Erlaubnis, kleine Statistenrollen zu spielen. Ehe er den Weg der Schauspielerei wählte, war Morten Grunwald mit Zahntechnik und im Grosshandel beschäftigt und in einer Molkerei angestellt. Morten Grunwald wurde 1956-57 an der Odense Teater Schauspielschule und 1957-60 an der Det Kongelige Teater Schauspielschule ausgebildet. Er hat mehrere Theater geleitet und in über 50 Filmen mitgewirkt – über die Hälfte davon gemeinsam mit seinem guten Freund Ove Sprogøe. Letztgenannter hatte 106 Rollen in 156 Filmen.


kleiner Artikel:

Sprogøe bekam einen Platz im Herzen der Geburtsstadt

von John Borgkilde

MORTEN Grunwald war bewegt, als er gestern den Namen auf dem Platz mitten in Odense enthüllte, der bis in alle Ewigkeit den Namen seines Kollegen und guten Freundes, durch ein langes Theater- und Filmleben hindurch, tragen soll – Ove Sprogøe. Gemeinsam ist ihnen, dass beide in der Stadt geboren sind.

IN SEINER sehr persönlichen Rede sagte Morten Grunwald: „Es ist kein Geheimnis, dass Ove Sprogøe und seine Ehefrau kein traditionelles Begräbnis mit Gräberfeld und Grabsteinen wünschten. Sie wollten ein anonymes Grab. Eine Entscheidung, die ich verstehe und der ich zustimme. Bei uns, die wir sie kannten, werden sie dafür immer einen Platz im Herzen haben.

ALS ich erfuhr, dass Odense das berühmte Kind der Stadt auf diese Art ehren will, war ich gerührt – und mit den Kollegen meines Fachs glücklich. Ove wurde bei der Pjentdams-gade geboren, wie ein nie verschwundener fünscher Klang seine Herkunft unterstrich.

OVE verliess die Stadt mit zehn Jahren, aber bewahrte das Leben hindurch auf dem Grund seiner Seele und tief in seinem Charakter, die lächelnde fünsche und unwiderstehliche fröhliche Herzenswärme. Die elegante Körpersprache und die virtuose Sprachbeherrschung adelten ihn als Schauspieler, aber gleichsam wie Carl Nielsens Musik und H. C. Andersen Abenteuer den fünschen Humus formten, so stand der fünsche Vulkan Ove auf dem selben Humus.

Jetzt steht Oves Name auf dem Strassenschild und mein Herz ist angefüllt mit Bewunderung und aufrichtiger Freude. Ich wünsche der Stadt viel Glück und lasst mich aus Anlass des Tages hinzufügen: ‚Mächtig gewaltig, Odense!‘“




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