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::Busreise Kopenhagen 2016::

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Anderthalb Jahre haben wir alles bis ins letzte Detail geplant und vorbereitet. Es sollte unser größter Coup werden oder wie Egon sagen würde "ein Superding der Sonderklasse mit Hirnschmalzspritze".

Aus Anlass der Jubiläumsfeier 40 Jahre "Die Olsenbande sieht rot" im Königlichen Theater haben wir erstmals eine gemeinsame Fanclubreise nach Dänemark organisiert. Mit einem ganzen Reisebus und 44 Fans ging es über ein verlängertes Wochenende vom 30. September bis 3. Oktober 2016 nach Kopenhagen.

Es waren ein paar unglaubliche Tage, in denen wir so viele einzigartige Augenblicke von überwältigender Schönheit erleben konnten. Besser hätte es gar nicht laufen können und sogar das Wetter hat zum größten Teil mitgespielt.


- 30. September 2016: Fahrt nach Kopenhagen / Schloss Vallø -

Bereits um 4 Uhr morgens startete die Tour in Dresden. Weiter ging es über Leipzig nach Berlin und Rostock. Gegen 13 Uhr legte die Fähre in Rostock ab und erreichte um 15 Uhr unser geliebtes Dänemark. Für einige Mitreisende war es das erste Mal, dass sie dänischen Boden betreten haben.

Gegen 17 Uhr haben wir einen Zwischenstopp am Schloss Vallø eingelegt. Für uns Olsenbandenfans besser bekannt unter dem Namen Schloss Borreholm. Hier residierte im 8. Film - "Die Olsenbande sieht rot" der Baron von Løvenvold.

Wir haben für alle Teilnehmer kleine Heftchen drucken lassen, in denen es neben praktischen Informationen und dem Programmablauf auch Infos zu den einzelnen Drehorten gab. So konnte jeder sehr gut nachvollziehen an welcher Stelle welche Szene aufgenommen wurde.

Auch das Wetter meinte es gut mit uns: blauer Himmel und das Schloss erstrahlte in schönstem Sonnenschein. Nach ungefähr einer Stunde ging die Reise weiter Richtung Kopenhagen.

Kurz vor 19 Uhr haben wir unser Ziel erreicht: die Jugendherberge Danhostel Copenhagen City. Die Unterkunft haben wir natürlich nicht zufällig ausgesucht, denn das Gebäude ist auch ein Drehort. Im zweiten Film - "Die Olsenbande in der Klemme" beziehen hier die amerikanischen Gangster ein Zimmer und die Olsenbande nimmt ihnen als Hotelangestellte verkleidet den Cellokasten mit den Kronjuwelen ab.

Unsere Zimmer waren in dem 16-stöckigen Hochhaus zwar nicht ganz so weit oben, aber trotzdem hatte man einen schönen Ausblick. Entweder Richtung Innenstadt und Polizeipräsidium oder Richtung Amager auf die Langebro und das SAS-Hotel.

Die Ausstattung war zwar schlicht, aber dafür war alles relativ neu und sauber. Auch das Frühstücksbuffet war in Ordnung. Für einen preiswerten Trip nach Kopenhagen mit Innenstadtlage kann man das Danhostel also durchaus empfehlen.


- 1. Oktober 2016: Königliches Theater / Stadtrundfahrt / Gefängnis -

Bereits für den ersten Tag in Kopenhagen hatten wir uns ein straffes Programm vorgenommen. Das hieß zeitig aufstehen, frühstücken und in den Bus einsteigen. Nachdem auch der letzte Teilnehmer seine Karte für das Königliche Theater gefunden hatte, konnte es gegen 9:45 Uhr losgehen. Auf dem Weg zum Theater gab es gleich einige Sehenswürdigkeiten und Drehorte zu sehen: zum Beispiel die Knippelsbro, die wegen Børge im 6. Film geöffnet wird oder die Börse, aus der im gleichen Film die Luftballons aufsteigen.

Chevy-Parade: In einer Seitenstraße vor dem Königlichen Theater erwartete uns eine Parade mit Olsenbandenfahrzeugen. Gleich drei Mal war Bennys Autotyp, ein Chevrolet Bel Air 1959, vertreten, darunter auch einer aus Deutschland. Auch ein altes Ford-Polizeiauto gab es zu sehen, verziert mit zahlreichen Unterschriften von Olsenbanden-Schauspielern. Apropos Schauspieler, unser Reiseteilnehmer Thomas überraschte uns alle, als er plötzlich in perfektem Kjeld-Outfit aus dem Bus stieg und den Fahrzeugen die Show stahl.

Prominenz am roten Teppich: Um 10:30 Uhr hatten wir endlich den Haupteingang des Königlichen Theaters erreicht. Wir waren schon etwas spät dran, denn die meisten Fans hatten schon längt im Theater und drängten sich dort dicht an dicht. Unsere Reisegruppe stand noch draußen, als auf einmal die Prominenten über den roten Teppich direkt an uns vorbeiliefen. Eine bessere Position zum Fotografieren hätte man gar nicht haben können. Alle waren sie gekommen Morten Grunwald, Jes Holtsø, Lene Brøndum, Bent Mejding, Henning Sprogøe und unzählige Leute aus dem Filmstab.

Jubiläumsveranstaltung im Königlichen Theater: Es war Gänsehaut pur in diesem ehrfurchtsvollen Saal zu sitzen, gemeinsam mit über 1200 anderen Olsenbandenfans, um das 40. Jubiläum von "Die Olsenbande sieht rot" zu begehen. Es wurde ein sehr unterhaltsames Programm geboten: Jes Holtsø konnte als Bluesmusiker erlebt werden, es gab einen amüsanten selbstgedrehten Vorfilm und ein Video zum Stellwerksumzug. Sehr bewegend wurde es, als die bereits verstorbenen Schauspieler des 8. Films gehuldigt wurden. Ein Höhepunkt war zweifelsohne die kleine Gesprächsrunde mit den Schauspielern auf der Bühne. Zum Abschluss wurde dann natürlich der 8. Film gezeigt, ein fantastisches Erlebnis diesen Film genau in dem Theater zu sehen, wo er spielt. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle dem dänischen Fanclub, der diese Veranstaltung organisiert hat. Ein kleiner Wermutstropfen war nur, dass das komplette Programm auf Dänisch war und es keine Übersetzung oder wenigstens eine kurze Ansprache für die unzähligen deutschen Fans gab.

Stadtrundfahrt durch Kopenhagen: Direkt im Anschluss an die Veranstaltung im Königlichen Theater ging es bei uns mit dem nächsten Programmpunkt weiter. Eine Stadtrundfahrt mit unserem Bus vorbei an verschiedenen Drehorten. Angelehnt haben wir unsere Route an die Stadtrundfahrt des schwarzen Barons im 10. Film - "Die Olsenbande steigt aufs Dach". So gab es einen kleinen Zwischenstopp am Schloss Amalienborg - dem Wohnsitz der dänischen Königin Margrethe II. - und einen Stopp bei der kleinen Meerjungfrau - dem Wahrzeichen schlechthin.

Besuch des Vridsløselille Staatsgefängnisses: Zum Abschluss eines ereignisreichen Tages gab es noch einen Besuch beim Gefängnis von Egon Olsen. Die Einrichtung ist zwar inzwischen nicht mehr mit Schwerverbrechern belegt, aber immer noch in Betrieb. Heute sind hier Flüchtlinge untergebracht, die auf ihre Abschiebung warten und so war es trotz vieler Bitten nicht möglich in das Gefängnis selbst hineinzukommen. Jedoch ist es uns gelungen eine Sonderführung im benachbarten Museum zu bekommen, das normalerweise nur am letzten Sonntag eines jeden Monats öffnet. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Museums haben sich ganz schön ins Zeug gelegt und uns auch noch mit Kaffee und Keksen verwöhnt.

Dem Gefängnis so nahe zu kommen war für die meisten Mitreisenden ein einmaliges Erlebnis. Und um das Ganze noch zu übertrumpfen, haben wir auch noch einen Chevrolet Bel Air 1959 besorgt und so für das perfekte Fotomotiv gesorgt. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an unser Fanclubmitglied Holger aus Bautzen. Zum Abschluss gab es noch ein Gruppenbild mit allen Teilnehmern, dass auch in der örtlichen Zeitung Albertslund Posten erschien.

Auf der Rückfahrt zum Hotel wurden im Bus noch einige Olsenbanden-Lieder zum Besten gegeben.


- 2. Oktober 2016: Nordisk Film / Drehortführung Valby + Kopenhagen -

Am nächsten Tag ging es nach Valby zu Nordisk Film, der Produktionsgesellschaft aller Olsenbandenfilme. Hier haben wir aber keine normale Führung gebucht, sondern gemeinsam mit den Nordisk Film Mitarbeitern ein spezielles Olsenbanden-Programm zusammengestellt. Es wurde aber noch besser, als wir es uns erträumt haben. Nur zwei Tage vor unserem Besuch wurde eine Olsenbanden-Dauerausstellung eröffnet und wir gehörten damit zu den allerersten Besuchern überhaupt.

Die Ausstellung basiert auf dem Konzept des Viborg Museums, wurde aber um zahlreiche Requisiten ergänzt. Es sind auch viele Originale zu sehen, die u.a. bisher in den Vitrinen im Palads Kino zu sehen waren. Da unsere Reisegruppe mit über 40 Personen zu groß für die Führung war, gab es zwei Gruppen. Nicklas führte durch die Olsenbanden-Ausstellung und erzählte Hintergrundgeschichten. Er hatte einige originale Entwurfszeichnungen von Programmheften dabei, die er extra für diesen besonderen Tag vom Zeichner ausgeborgt hatte.

Nachdem wir uns satt gesehen haben wurden die Gruppen gewechselt. Unser zweiter Rundführer war Nalle Hansen. Er war viele Jahre in der Tonnachbearbeitung von Nordisk Film aktiv und ist heute pensioniert. Er hat auch am 12. und 13. Olsenbandenfilm mitgearbeitet und konnte so manche Anekdoten erzählen. So bestand Erik Balling z.B. darauf immer wieder die gleichen Tonaufnahmen von Geräuschen zu verwenden. Dann ging es ins Studio 4, wo viele Innenaufnahmen der Olsenbande entstanden. Wir staunten nicht schlecht, als wir dort Kistenweise Olsenbanden-Requisiten entdeckten. Da lagen alle Gegenstände, die nicht in die kleine Ausstellung gepasst haben. Der Höhepunkt war aber, als Nalle plötzlich aus einer Kiste den Legoroboter aus dem 11. Film herausholte und wir ihn mal anfassen und ausführlich fotografieren durften.

Wer zwischendurch mal eine Toilette aufsuchen musste, der wurde auch dort von der Olsenbande verfolgt. Nordisk Film hatte die Räumlichkeiten letztes Jahr ganz im Stile von Egon, Benny, Kjeld und Yvonne umgestalten lassen. Um 12:30 Uhr ging es in den firmeneigenen Kinosaal. Hier zeigten wir den 16-minütigen Werbefilm von Superfos und zwei Fanclub-Videos. Um 13 Uhr gab es in der Nordisk Film Kantine ein echt typisch dänisches Mittagessen: Smørrebrød und dazu Bier, Schnaps und Cola.

Für einen kleinen Schock sorgten wir, als plötzlich unser Überraschungsgast "Børge" alias Jes Holtsø und sein Musikerkollege Morten Wittrock die Kantine betraten. Wir hatten für die beiden ihre erste kleine Deutschland-Tour organisiert und als Dankeschön zeigten sie sich mit einem exklusiven Fantreffen erkenntlich. Jeder hatte Zeit für ein Autogramm, Fotos und Gespräche. Zum Abschluss gab es ein einmaliges Gruppenbild im Studio 4 mit Olsenbanden-Filmrequisiten und "Børge" im Chefsessel.

Nach 5 Stunden verabschiedeten wir uns vom Nordisk Film Studio und machten mit dem nächsten Programmpunkt weiter. Zu Fuß ging es durch Valby auf Drehorttour. Da Regisseur Erik Balling Außendrehs gern im Umkreis des Filmstudios plante, muss man heute nicht weit laufen, um auf die Wirkungsstätten zu treffen. Bei der Führung hat uns spontan Frank Eberlein unterstützt und so konnte man einige amüsante Geschichten erfahren.

Um 17:30 Uhr waren wir zurück am Danhostel und eine halbe Stunde später gab es für die ganz hartgesottenen Fans noch eine kurze Drehorttour zu Fuß durch die Kopenhagener Innenstadt. Los ging es vom Hotel Europa zum Polizeipräsidium. Gleich daneben der ehemalige Standort der Sparkasse sowie das Büro der Sozialfürsorgerin Bodil Hansen im 2. Film. Letzter Drehort war der Hauptbahnhof mit dem Gleis 1 aus Film 6 und 7 sowie dem Eingang aus Film 9. Gegen 19 Uhr war die Tour abgeschlossen und das genau zum richtigen Zeitpunkt, denn nun begann es in Strömen zu Regnen.


- 3. Oktober 2016: Heimreise / Eisenbahnmuseum Gedser Remise -

Auch auf der Rückfahrt haben wir noch einen Programmpunkt eingebaut: ein Zwischenstopp am Eisenbahnmuseum Gedser Remise. Vier Wochen zuvor wurde das Olsenbanden-Stellwerk "Det Gule Palæ" hierher versetzt. Fast zwei Jahre hatten wir dafür Spenden gesammelt und konnten den Umzug zusammen mit dem dänischen Fanclub erfolgreich über die Bühne bringen. Es war schön zu sehen, dass die Renovierungsarbeiten schon begonnen haben. Eine Zimmermannsfirma hat bereits ein Gerüst aufgestellt und war selbst am Sonntag vor Ort, um mit der Reparatur zu beginnen.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmal bei allen Reiseteilnehmern bedanken. Ihr wart eine fantastische Gruppe, die Stimmung war grandios und es ist sogar die eine oder andere Freundschaft entstanden.

Ein ganz besonderer Dank gilt auch unserem Busfahrer Peter, der selbst Olsenbandenfan ist und jeden Spaß mitgemacht hat.

Unsere erste Fanclubreise lässt sich zwar nicht mehr toppen, aber trotzdem wird es sicherlich nicht die letzte gewesen sein.

Fotos: Paul Wenzel, Frank Eberlein, René Iljinskij, Danilo Mielniczek, Hanka Neubauer, Thomas Röhrich





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