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Deutsche Übersetzung vom Guido (FranzJägerBerlin):
Ein verehrter Kollege
von Michael Solgaard und Anders-Bo Larsen
Das Axel Strøbye einer der größten Schauspieler Dänemarks war, wird niemand in Zweifel ziehen, wenn man die Reaktionen seiner Kollegen auf die traurige, unerwartete Todesnachricht vernimmt.
Er wurde sowohl als genialer Komiker und Charakterdarsteller, als auch als Mensch geliebt, gleichviel, ob er eine Hauptrolle oder eine Nebenrolle spielte, er vermochte sich immer auf der Filmleinwand oder den Fernsehschirm einzubrennen. Außerdem spielte er auch Theater.
Auf der anderen Seite war er ein zurückhaltender Privatmensch. Obwohl er am meisten für die lustigen Rollen bekannt war, sah er sich selbst nicht als Komiker oder besonders lustig.
Er zog sich ins Privatleben zurück und nicht viele seiner Kollegen pflegten in den letzten Jahren den Kontakt mit ihm.
Ghita Nørby: “Ich war ein sehr großer Bewunderer von ihm, aber es ist viele Jahre her, dass er Teil hatte an unserem Leben. Er zog sich ja zurück, aber ich hielt sehr viel von ihm. Wir haben viel zusammen gespielt, ganz vom Beginn unserer Jugend an. Wir waren auch gute Freunde, aber dann trennten sich unsere Wege. Axel zog sich zurück, während ich weiter machte. Ich werde mich aber immer an ihn erinnern, als einen wunderbaren Schauspieler, einen großen Komiker und herzlichen Menschen.“
Erik Balling: “Ich werde ihn jeden Tag vermissen. Wir waren immer gerne zusammen. Ansonsten bin ich gerade nicht in der Lage etwas zu sagen.“
Lise Nørgaard: “Ich hielt überaus viel von Axel. Er strahlte über alle anderen und war überaus witzig. Er hat auch dazu beigetragen, viele Sachen, die ich gemacht habe zu vergolden. Selbstverständlich zu allererst Matador, wo er eine der wichtigsten Nebenrollen hatte. Es ist seltsam sich vorzustellen, dass man ihm nie mehr begegnen soll.
Privat kamen wir nie zusammen, aber wenn wir bei unzähligen Gelegenheiten zusammen waren, wurde es immer lustig.“
Kirsten Olesen: Ich kenne ihn hauptsächlich als Vorsitzenden des Oluf Poulsen Gedenkstipendiums, wo er wirklich viele Jahre Vorsitzender war. Ich habe ihn abgelöst.
Er war unglaublich speziell und ursprünglich und ein wunderbarer, charakteristischer Schauspieler. Nicht verwunderlich, dass er so geliebt wurde. Er war sehr witzig und traf uns geradewegs ins Herz mit seinen schrägen Figuren.
Ich selbst habe nicht so viel mit ihm gemeinsam gespielt. Weder in Matador, noch am Königlichen Theater, wo wir während der gleichen Spielzeit waren. Wenn man einen Film dreht, spielt man ja nur mit denen zusammen, mit denen man in den gleichen Szenen ist. Und ich war ja meistens gemeinsam mit Elin Reimer in der Küche.
Peter Steen: Ich wusste nicht, das er tot ist. In den letzten Jahren sah ich ihn nicht, weil er sich zurückgezogen hatte. Es war so sonderbar, dass er plötzlich verschwand. Dass er plötzlich weg war.
Er war einer der amüsantesten Schauspieler Dänemarks. Das war nämlich die Basis seiner Darstellung. Und dann war er auch ein intelligenter Mensch. Er war ein heller Kopf und er hatte die Rollen, die er zu spielen hatte, gewaltig, unterhaltend und enorm umfassend im Griff. Ganz unglaublich. Er brannte sich allem, was er machte, ein.
Beim Film war er eine unglaublich gewaltige Bombe von Energie und Erzähllust. Es war fantastisch mit ihm gemeinsam in der Olsenbande zu spielen, und es wurmt mich, dass ich nur in den ersten drei Filmen mit ihm spielen konnte, weil ich dann bei einem anderen Film dabei war. Später übernahm ja Ole Ernst meine Rolle als Axels Polizeiassistent.
Sonja Oppenhagen: Ich bin selbstverständlich traurig darüber, dass er gegangen ist. Wir haben einen großen, großen Künstler verloren. Er hatte etwas von dem Format, das auch Dirch [Passer] hatte. Er hatte ein bisschen etwas von einem Fabeltier.
Ich spielte mit ihm zusammen am Aveny-Theater und in den Die Kinder meiner Schwester-Filmen, als ich noch ganz jung war. Er brannte sich sehr ein, weil er in seinem Ausdruck sehr persönlich war.
In den letzten Jahren habe ich nicht mehr so viel Kontakt mit Axel gehabt. Wir wohnen in der gleichen Gegend, wir trafen uns und sagten Guten Tag, und Wie gehts dir? Aber Axel lebte ja ein wenig zurückgezogen und ein ruhiges Leben in den letzten Jahren.
Per Pallesen: Axel war ein sehr, sehr großer Schauspieler. Er hatte unglaublich starke Möglichkeiten. Er schuf fantastische Figuren. Besonders in seinen großen Filmrollen machte er etwas Fantastisches. Skjold-Hansen in Matador war ja ganz fantastisch.
Er spielte ja ein Meer an Rollen und es ist nicht leicht etwas daraus hervorzuheben. Er verstand es immer, eine Figur zu schaffen. Einen Menschen aus Fleisch und Blut. Er hat mich dazu inspiriert, bis ganz an die Grenzen meiner Rolle zu gehen. Ihr alles zu geben, was sie zu bieten hat.
Er gab sich selbst 100 Prozent.
Morten Grunwald: “Axel Strøbye war eine sehr populäre Person. Sowohl beim Publikum, als auch unter den Kollegen. Und ich habe immer sehr viel von ihm gehalten und war inspiriert von ihm. Er schuf einige sehr starke Charaktere im Film und am Theater. Es ist unvergesslich. Er war in allem gut. Er war der große Charakterkomiker seiner Zeit.
Ein sehr lebendiger und farbenreicher Mensch. Immer gut aufgelegt. Das war die Power für den Burschen.“
Bildunterschrift:
Der heitere Axel Strøbye, wie ihn ganz Dänemark liebte. Hier unterwegs im Tivoli.
Foto: Jørgen Jessen
Fotos: Jørgen Jessen, Jeppe Michael Jensen, Claus Bech Andersen, Bent Midstrup, Jeanne Kornum und Mogens Flindt
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