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Start Dänemark-Reisen Kopenhagen 2001 (Paul)


Dieser Reisebericht wurde 2017 komplett überarbeitet.
::Kopenhagen 2001 (Paul)::

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Im Alter von 15 Jahren war ich das allererste Mal in meinem Leben in Dänemark. Ich musste meine Eltern lange anbetteln, doch im Jahr 2001 war meine Chance gekommen. Während eines Kurzurlaubes an der Ostsee, entdeckte ich einen Flyer von Scandlines, der für eine Überfahrt von Rostock ins dänische Gedser warb. Von da aus sollte aus laut Beschreibung nur noch einen "Katzensprung" bis Kopenhagen sein. Damit konnte ich meine Eltern schließlich für einen Ausflug überzeugen, doch keiner ahnte welch abenteuerlicher Trip das werden würde.

- Ein Tag Kopenhagen und zurück -

Mit dem Olsenbanden-Lexikon und einem Dänemark-Reiseführer bewaffnet startete am 7. Juli 2001 endlich der lang ersehnte Ausflug nach Kopenhagen. Am Scandlines-Fährterminal kauften wir uns Tagestickets für 15 DM (7,5 Euro) pro Person. Um 10 Uhr legte das Fährschiffes "Prins Joachim" in Rostock ab und zwei Stunden später waren wir in Gedser. Es war ein sonniger Tag und bereits vom Schiff aus konnten wir eine prächtige weiß-rote Fahne entdecken - die dänische Nationalflagge Dannebrog. Was für ein Gefühl, das erst Mal in meinem Leben betrat ich dänischen Boden.

Zugegeben unser Ausflug war etwas unvorbereitet und so mussten wir uns erst erkundigen, wie wir von Gedser nach Kopenhagen kommen würden. Da es keine direkte Zugverbindung mehr gab, mussten wir zunächst mit dem Bus nach Nykøbing F., wo wir um 13 Uhr eintrafen. Auf dem Bahnhof versuchten wir am Automaten ein Ticket nach Kopenhagen zu kaufen, mussten jedoch verzweifelt aufgeben. Zum Glück haben wir dann doch noch einen Schalter gefunden, wo wir schnell und freundlich bedient wurden. So konnte die zweistündige Fahrt in einem sehr modernen Zug doch noch beginnen.

Um 15 Uhr erreichten wir unser Ziel Kopenhagen. Wir stiegen aus dem Zug und ich fühlte mich wie in einer völlig anderen Welt. Ein Traum war in Erfüllung gegangen. Zum ersten Mal in meinem Leben lief ich durch die Stadt aller Städte, wo die Olsenbande wirkte und jeder Fan einmal gewesen sein will.

Alles war so fremd und gleichzeitig so vertraut aus den Olsenbandenfilmen, die ich unzählige Male gesehen hatte. Es war plötzlich alles zum Greifen nah und wir entdeckten einen Drehort nach dem anderen. Wir mussten uns jedoch sputen, denn wir hatten nur 3 Stunden Zeit, bevor unser Zug zurück fuhr. Also hasteten wir los...

Besondere Aufmerksamkeit erregte bei uns das "Palattheater" - Palads, dass wir eher zufällig entdeckten. In dem zu Nordisk Film gehörenden Kino fanden von 1968 bis 1981 die Gala-Premieren der Olsenbandenfilme statt. Im 5. Film wollte hier außerdem die Olsenbande das Kino um die Einnahmen erleichtern, was aber durch Dynamit-Harry vermasselt wurde. Im linken Gebäudeteil sahen wir das "Café Olsen-Banden" - was mir wie ein Paradies vorkam. Der ganze Raum war gespickt von Plakaten, Requisiten und Kostümen. Hier hätte ich Stunden verbringen können, aber unser Zeitplan war straff und wir mussten weiter.

Direkt gegenüber vom Palads war der Tivoli, der weltberühmte Vergnügungspark, der auch in den Olsenbandenfilmen kurz zu sehen ist. Weiter ging es am Kopenhagener Rathaus vorbei, wo die Olsenbande im 10. Film an der Uhr hing. Dann entdeckte ich am Horizont das SAS-Hotel, wo im 13. Film das Firmenlogo blinkte. Das musste ich mir näher ansehen, kam aber nur bis zur Langebro, wo Kjeld im gleichen Film den Verkehr stoppte. Ein riesiges Thermometer an einem Haus zeigte übrigens 31°C an, was für Kopenhagener Verhältnisse ungewöhnlich heiß war.

Eigentlich wollte ich nun noch den wichtigsten Drehort, das Gefängnis sehen, doch das lag in Albertslund und damit unerreichbar. Die Zeit drängte und wir mussten nun langsam wieder zurück zum Bahnhof, um unseren Zug nicht zu verpassen. Im Kopenhagener Hauptbahnhof musste ich dann noch schnell ein Foto machen, immerhin deponierte hier im 9. Film die Olsenbande den Geldkoffer. Es war auch noch so viel Zeit, um in einem Geschäft eine echte Flasche original dänischem Tuborg Biers zu kaufen.

Um 18.04 Uhr ging es mit dem Zug in Richtung Fährhafen. Wir durchquerten damit halb Dänemark, denn Kopenhagen liegt ja nicht im Süden, sondern in der Mitte von Dänemark. Um 20 Uhr erreichten wir wieder Nykøbing F., aber der Bus, der uns eigentlich nach Gedser bringen sollte, fuhr so spät abends nicht mehr. Wir mussten also ein Taxi nehmen, aber der Fahrer war sehr freundlich und sprach sogar deutsch. Während der Fahrt kamen wir auch auf das Thema Olsenbande, wozu der Taxifahrer meinte: "Die Deutschen wissen gar nicht was sie bei den Orginalstimmen der Olsenbande verpassen.".

Um 20.30 Uhr erreichten wir Gedser, aber unsere geplante Fähre um 19 Uhr hatten wir damit deutlich verpasst. Wir mussten also auf die nächste warten, die laut Fahrplan um 21 Uhr fahren sollte. Doch auch um 21 Uhr war keine Fähre in Sicht. Wir liefen immer wieder an den Hafengebäuden vorbei, blickten auf das Meer und hielten Ausschau nach einem Schiff, aber weit und breit war nichts zu sehen. In einem Gebäudeteil hörten wir Mitarbeiter und erfuhren, dass die Fähre um 21 Uhr ausfällt und stattdessen eine um 23 Uhr fahren sollte.

Wir mussten also noch 2 Stunden totschlagen und haben uns den kleinen Ort Gedser bei Nacht angesehen, aber viel zu sehen gab es da wirklich nicht. Gegen 23:30 Uhr kam dann tatsächlich das Scandlines-Fährschiff und gegen 24.00 Uhr ging es dann mit reichlich Verspätung wieder zurück nach Deutschland. Damit ging eine abenteuerliche Reise zu Ende. Man muss schon etwas verrückt sein, um so einen Tagesausflug zu machen, aber ich genoss jeden Augenblick, vor allem die 3 Stunden in Kopenhagen. Das war mein allererster Ausflug und der Auftakt für viele weitere Reisen nach Dänemark.





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