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Start Dänemark-Reisen Kopenhagen 2013


::Kopenhagen 2013::
(1. bis 16. Oktober)

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- Ferienwohnung mit Blick auf die Tuborgflasche -

Uns hat es im letzten Jahr so gut zwischen den vielen feinen Leuten im Kopenhagener Vorort Hellerup gefallen, dass wir unbedingt noch einmal hier wohnen wollten. Wir fanden eine perfekte Ferienwohnung für Olsenbandenfans: eine Wohnung direkt gegenüber der berühmten Tuborgflasche aus dem 11. Film - "Die Olsenbande ergibt sich nie". Zugegeben: die Flasche steht heute nicht mehr an der gleichen Stelle wie im Film und mit etwas Verkehrslärm muss man auch rechnen, aber das ist es allemal wert. Was für ein Gefühl, morgens aufzustehen und direkt auf einen Drehort schauen zu können.

Wir hatten also in diesem Jahr noch mehr Gelegenheit das Leben in Hellerup zu erkunden. Vieles wurde hier in den letzen Jahren verändert, das Tuborggelände beispielsweise wurde fast vollständig neu bebaut.

Am ehemaligen Tuborghafen machten wir eine ganz erfreuliche Entdeckung: eine zweite Bierflasche. Diese ist wesentlich kleiner, trägt ein rotes Etikett (Tuborg Rød), steht am Øresund und dient als Leuchtsignal für die Schifffahrt. Auf der anderen Seite der Hafeneinfahrt soll es wohl die gleiche Flasche nochmal in grün geben, wegen Bauarbeiten war diese aber leider abgebaut.


- Neue Straßennamen in Valby und Frederiksberg -

In Valby gibt es Zuwachs bei den Straßennamen, die in Verbindung mit den Olsenbandenfilmen stehen. Wir hatten bereits im Reisebericht 2011 von dem Projekt berichtet. Seit 2006 werden in einem neu erschlossenen Viertel im südlichen Teil von Valby Straßen nach bekannten Schauspielern benannt. In diesem Jahr sind gleich zwei neue dazugekommen: Poul Bundgaards Vej (Darsteller von Kjeld) und Kirsten Walthers Vej (Darstellerin von Yvonne). Vor der Umbenennung trug die Straße nur einen Namen, jetzt wurde sie geteilt, sodass beide Namen direkt nebenander liegen. Hier haben die Planer erstklassige Arbeit geleistet, nun sind die Filmfiguren der beiden: das Ehepaar Kjeld und Yvonne Jensen wieder vereint.

Aus einem ganz anderen Grund hat Regisseur Erik Balling seine Straße zu verdanken: Die Anwohner einer Straße unweit der Nordisk Film Studios haben sich schlichtweg diesen Namen gewünscht und sich dafür eingesetzt. Und so heißt die Straße seit 2012 Erik Ballings Vej. Übrigens befindet sich auf der Ecke des Erik Ballings Vej/Valby Langgade der Drehort mit der Wohnung von Kjeld und Yvonne aus dem 2. und 3. Film (siehe Drehorte: Film 2 und Film 3).

Irgendwie ist es bisher an uns vorbei gegangen, dass sich auch im Kopenhagener Stadtteil Frederiksberg ein neu erschlossenes Viertel befindet, das sich Schauspielern verschrieben hat. Im sogenannten Revue-Quartier findet sich seit 2007 auch die Straße Preben Kaas' Vænge (Darsteller von Dynamit-Harry).

Übrigens: 2014 geht es weiter. Im Februar wird der "Axel Strøbyes Vej" eingeweiht. Dafür, dass auch nach dem Darsteller des Kriminalkommissar Jensen eine Straße benannt wird, hatten wir uns als Fanclub eingesetzt und der Vorschlag wurde tatsächlich angenommen.


- Jubiläums-Veranstaltung zum 5. Olsenbandenfilm im Kino Palads -

Ohne Zweifel war dies der Höhepunkt unseres Kopenhagen-Urlaubs: ein ganzes Wochenende im Zeichen der Olsenbande. Zum Anlass des 40. Jubiläums des 5. Films "Olsen-Banden går amok" zeigte das Kino Palads den Film erneut auf der großen Leinwand. Außerdem waren Morten Grunwald alias "Benny", Ove Verner Hansen alias "das Dumme Schwein" und Jes Holtsø alias "Børge" sowie einige Leute aus dem Filmstab vor Ort. Mit etwa 600 Fans den Film erneut gemeinsam zu genießen und zu huldigen war einmalig und unvergesslich.

Dies war die perfekte Gelegenheit, um den etwa 25 ebenfalls angereisten deutschen Fans unsere zweite Heimat Kopenhagen zu zeigen. Wir bekommen immer wieder Anfragen nach einer Fanreise und nun ist sie plötzlich Realität. Noch am gleichen Tag führten wir die Fans in einer zweistündigen Tour quer durch Kopenhagen, vorbei an zahlreichen Drehorten aus allen Olsenbandenfilmen. Am nachfolgenden Tag hatten wir noch etwas ganz besonders vorbereitet: eine Führung durch die Studios von Nordisk Film, der Produktionsfirma der Olsenbande. Und natürlich gab es auch hier anschließend noch eine Führung zu den Drehorten in Valby.

Den kompletten Bericht findet ihr hier: Olsenbanden-Wochenende in Kopenhagen


- Kulturnacht in Kopenhagen -

Die Kulturnacht oder "Kulturnatten", wie es auf Dänisch heißt, findet jedes Jahr am Freitag vor den Herbstferien (42. Woche) statt. Mit dem Kulturpass bekommt man Zutritt zu zahlreichen Museen, Kirchen, Institutionen und Firmen, viele davon sind sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Wenn man also zu der Zeit gerade in Kopenhagen ist, dann sollte man es sich nicht entgehen lassen. Bei den Hauptattraktionen muss man aber mit sehr langen Warteschlangen rechnen. In diesem Jahr haben wir uns u.a. für Christiansborg entschieden, wo das dänische Parlament (Folketing) und die Regierung seinen Sitz hat.

Wir waren zum Glück zeitig genug vor Ort, sodass wir recht weit vorn in der Schlange standen. Trotzdem ging es nur langsam voran, denn hier herrschte die höchste Sicherheitsstufe. Jeder wurde genauestens kontrolliert und gescannt, Zustände wie am Flughafen. Doch das Warten hatte sich gelohnt. Viele Politiker waren vor Ort und alle Parteien von ganz links bis ganz rechts luden in ihre Parteiräume ein.

Der Animationsfilm "Die Olsenbande in feiner Gesellschaft" hat seinen Haupthandlungsort im Parlament und es ist erstaunlich wie nah der Film an der Realität angelehnt ist. Der Parlamentssaal, das Treppenhaus, Parteiräume und Fahrstühle, alles vorhanden. Bei der "Dansk Folkeparti" sieht es z.B. wirklich so nobel und dänisch aus wie im Film. Und kurioserweise war auch noch Annette Heick, die dänische Synchronstimme der animierten Yvonne, vor Ort, um ihre Gesangskünste unter Beweis zu stellen. Doch es sollte noch besser kommen.

Gleichzeitig fühlten wir uns auch immer wieder an die politische TV-Serie "Borgen - Gefährliche Seilschaften" erinnert, die ebenfalls im Folketing spielt. Bei den Sozialdemokraten war Helle Thorning-Schmidt, Dänemarks amtierende Ministerpräsidentin, für eine Rede angekündigt. Na klar, hier muss man also auch unbedingt vorbeischauen. Und dann steht sie da, ohne großen Trubel, spricht mit den Besuchern und lässt sich fotografieren. Die einmalige Chance für uns ihr einmal die Hand zu schütteln und ein Foto zu bekommen. Ein unvergesslicher Augenblick, den wir so schnell nicht vergessen werden.


- Unterwegs mit einem dänischen Fan -

Für zwei Tage hatten wir uns mit dem dänischen Fan Claus verabredet, um ein paar Drehorte außerhalb von Kopenhagen zu erkunden. Wir hatten ihn bereits 2006 zum Jütland-Event kennengelernt und zur Veranstaltung im Palads gab es unverhofftes aber umso erfreulicheres Wiedersehen. Spontan lud er uns zu zwei Ausflügen ein. Die eine Tour führte nach Schweden, ein Ziel welches wir schon lange vor uns her geschoben hatten. Nun war es endlich so weit. Mit dem Auto ging es über die beeindruckende Öresundbrücke und schon nach wenigen Minuten ist man in Malmö. Hier war erst einmal einkaufen angesagt: wir haben uns DVDs der schwedischen Bande "Jönssonligan" geholt und natürlich Süßwaren. Für die Dänen ist Schweden wie ein Süßwarenparadies, weil es hier weder Zucker- noch Fettsteuer gibt und dadurch alles erheblich preiswerter ist als in Dänemark. Geld umtauschen braucht man übrigens nicht, denn fast jeder kleine Laden akzeptiert Kreditkarten.

Die zweite Tour führte uns bis nach Roskilde. Wir suchten die Bushaltestelle aus dem 13. Film auf, wo die Olsenbande auf dem Rückweg aus Paris das gestohlene Fahrzeug stehen ließ. Claus hatte den Drehort anhand der Baufahrzeuge wieder gefunden. Diese Firma in Brønby hat ihren Sitz noch an der gleichen Stelle und es sieht immer noch genauso aus (Bushaltestelle "Gammelager", Abildager, 2605 Brøndby). Weiter ging es nach Hedehusene zum Polizeirevier des schießwütigen Scheriffs aus dem ersten Film - "Die Olsenbande". Ebenfalls aus dem ersten Film: der Bauernhof, der sich in Lejre, 11 km westlich von Roskilde, befindet. Hier ist für Mortensen die Verfolgungsjagd vorzeitig zu Ende.

Unsere letzte Station ist zwar kein Olsenbandendrehort, aber sicherlich trotzdem interessant. Elleore: eine winzig kleine Insel bei Roskilde. Hier entstanden die meisten Aufnahmen für den Film "Die Löwenjagd" (Løvejagten) aus dem Jahr 1907. Der Film war mit über 250 verkauften Kopien die erste erfolgreiche Produktion von Nordisk Film, die die Firma international bekannt gemacht hat. Gesehen haben wir den Film zum ersten mal während der Kinovorstellung während der Nordisk Film Führung in Valby. Claus und wir waren absolut angetan, diesen Ort nun auch einmal zu sehen, 106 Jahre nach den Dreharbeiten. Auch wenn die Insel nicht dauerhaft bewohnt ist, behauptet sie sich als eigenständiger Staat, mit eigener Regierung, Währung und Flagge. Was es nicht alles gibt.


- Drehorte in Valby verschwinden -

Ja, auch das passiert leider. Für die einen sind es schmucklose alte Baracken, die gern abgerissen werden können, aber für uns Olsenbandenverrückte sind diese Gebäude Teil des Kultes. Auf dem Carlsberger Brauereigelände wird schon seit einiger Zeit kein Bier mehr gebraut und das Gelände wird großflächig zu einem alternativen Viertel umgebaut. Jetzt musste auch der "Carlsberg-Bahnhof" dran glauben. In dieses Gebäude fuhr im 7. Film - "Die Olsenbande stellt die Weichen" der Ausflugswaggon der Polizei. An der Bahnsteigkante hat Kriminalkommissar Jensen von seinem Chef für den gelungenen Ausflug eine Beförderung bekommen.

Der zweite Ort befindet sich in der Asta-Nielsen-Strædet, direkt neben dem Grundstück von Nordisk Film. Das weiße Gebäude, in dem sich bis vor kurzem noch eine Autowerkstatt befand, spielt zwar keine direkte Rolle in den Olsenbandenfilmen, ist aber häufig im Hintergrund zu sehen. Das ist auch kein Wunder, denn unweit davon befand sich die Wohnung von Kjeld und Yvonne.

Neben dem Gebäude war der Parkplatz, wo Benny seinen Chevrolet Bel Air abstellte. Im 9. Film bekommt Egon hier z.B. vom Dummen Schwein eins mit dem Schraubenschlüssel übergezogen. Auf der anderen Seite des Gebäudes befand sich im 8. Film in einer Bretterbude der Irma, in den Benny und Kjeld einstiegen. Auf dem Grundstück soll bis 2016 ein moderner Bibliotheks- und Theaterbau entstehen. Wieder verschwindet ein Stück des 70er Jahre Flairs in Valby.

- Fazit -

Auch wenn sich Kopenhagen mehr und mehr verändert, bleibt es doch eine liebenswürdige Stadt, die immer noch viel für Olsenbandenfans zu bieten hat. Neben den Höhepunkten in diesem Reisebericht haben wir natürlich noch viele weitere Drehorte besucht. Viele davon sind in den überarbeiteten Drehortvergleich mit Filmbildern eingeflossen, der auf der Blu-Ray zum 7. Film im nächsten Jahr bei Icestorm erscheinen wird.





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