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::Theater Magdeburg::


Großbild (Foto: Nilz Böhme)

Stück: "Die Olsenbande: Der große Theatercoup"
von Dirk Donat und Peter Grünig
Premiere: 2. Dezember 2011

Pressemitteilung

"Ich habe einen Plan!"

Das Gefängnistor öffnet sich und Egon Olsen wird hinausgeworfen, Melone und Zigarre hinterher. Seine Freunde Kjeld und Benny warten draußen schon auf ihn. Egon schwört seine Bande auf einen neuen – so genialen wie todsicheren – Plan ein. An ihrem Geburtstag wird die dänische Königin eine »Hamlet«-Vorstellung im Theater besuchen und zu diesem großen Anlass ein kostbares Diadem aus dem Kronschatz tragen.

Der Theaterdirektor plant, einen Stromausfall vorzutäuschen, um im Schutz der Dunkelheit die königlichen Juwelen gegen ein Duplikat auszutauschen. Ein texanischer Gangster bietet ihm zehn Millionen für den Schmuck. Die Königin soll beklaut werden? Das geht selbst Egon zu weit! Er und seine Männer kämpfen für die Königin und wollen nebenbei noch den miesen Texaner übertölpeln. Die Millionen können sie gut gebrauchen, denn Kjelds Frau Yvonne wird Großmutter und ihr Sohn Börge und seine Braut Fie wollen heiraten. Der Wagen ist getankt, auf zum Theater! Kjeld spielt Hamlet, Benny doubelt den Direktor, Egon dirigiert – da setzen Fies Wehen ein und die Ereignisse überschlagen sich mächtig gewaltig...

Die Rostocker Schauspieler Dirk Donat und Peter Grünig haben aus den beliebten Filmen der »Olsenbande« einen rasanten Theatercoup für die Bühne geschrieben. Liebhaber der legendären Kleinganoven aus Dänemark werden einige der schönsten Filmgags wiedererkennen.



Gespräch mit der Regisseurin Uta Koschel (UK) und den Schauspielern Silvio Hildebrandt (SH) und Andreas Guglielmetti (AG).

Was verbindet ihr mit den Olsenbande-Filmen?
SH: Unbedingt meine Kindheit. Auf den nächsten Film war ich immer sehr gespannt; es dauerte ja ein ganzes Jahr, bis der ins Fernsehen kam. Ich fand die drei schräg und witzig und hätte es ihnen gegönnt, dass einer ihrer Coups endlich mal klappt. Das war immer alles so toll ausgedacht und am Schluss hing's dann an irgendeinem Mist. Damals hab ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sie das nächste Mal an ihre Million bestimmt rankommen.
UK: Ich denke dabei auch an Weihnachten. Familie. Mit Oma und Onkel und Cousin vor der Glotze sitzen und darüber lachen, wie der Plan diesmal scheitert. AG: In der Schweiz kannten wir die Olsenbande überhaupt nicht. In Deutschland dann merkte ich, dass das im Osten absoluter Kult war, alle Leute haben davon geschwärmt. Für mich war dieses Phänomen vergleichbar mit dem, was uns damals die "Winnetou"-Filme bedeutet haben.
SH: Mir hat auch gefallen, dass die Olsenbande so unkonventionell gelebt hat. Bei denen war immer was los, da gab's keinen langweiligen Alltag. Die Yvonne hatte ich übrigens viel schriller in Erinnerung als sie mir jetzt beim Wiedersehen der Filme erschien. Ich dachte eigentlich, dass sie ständig mit den Augen rollte, was sie gar nicht tut in den Filmen.

Was ist das Besondere an dieser Olsenbanden-Version für die Bühne?
AG: Diese Version hat einen ganz eigenen Coup, kopiert also nicht eine spezielle Folge der Filme. Aus Versatzstücken, die man durchaus wiedererkennt, entsteht ein neuer Plan. Und der hat seinen großen Show-down direkt auf einer Theaterbühne. Auch ein Theaterdirektor ist in das Verbrechen verwickelt. Das ist für uns als Schauspieler der besondere Reiz dieser Version: die Olsenbande im doppelten Sinn direkt im Theater.

Welchen Figuren begegnen wir noch außer Egon, Kjeld und Benny?
UK: Was wäre die Olsenbande ohne Yvonne?! Und natürlich Börge und die kleine Fie. Unsere Kommissare heißen Mortensen und Gunnarson, sie erinnern aber sehr an Jensen und Holm und an ihren Kampf um die Beförderung. Und dann ist da natürlich noch die Gegenseite, die wirklich brutalen und gefährlichen Verbrecher. Also der schon erwähnte Theaterdirektor, dann noch ein amerikanischer Gangster mit dem ominösen Namen Mister X und der Handlanger schlechthin: das Dumme Schwein. Tja, und vielleicht wird auch die dänische Königin dem Theater einen Besuch abstatten...

Worauf seid ihr am meisten gespannt?
SH: Ich freue mich sehr auf meine Rolle. Sofort auf der ersten Probe hat es zwischen den Schauspielern gezündet - vielleicht macht das Spielen hier so großen Spaß, weil das so kräftige Figuren sind, und auch, weil wir die Typen ja irgendwo schon seit Jahrzehnten so genau kennen...
AG: Mir gefällt der skandinavische Humor: Das ist eine wirklich übertrieben Spielweise, die dabei sehr liebenswert ist. Und diese sehr verdrehten, schrägen Charaktere.
UK: In erster Linie bin ich natürlich auf die Schauspieler gespannt, wie sie sich ihren Figuren nähern. Und nicht zu vergessen: die Musik. Wir werden das berühmte Olsenbanden-Motiv in den verschiedensten Variationen verwenden.

(Das Interview erschien in der Theaterzeitung des Theaters Magdeburg und wurde von Heide Palmer geführt.)


Homepage des Theaters: www.theater-magdeburg.de




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